Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist nach der Privathaftpflichtversicherung die wichtigste aller Versicherungen. Sie schützt Sie vor finanziellen Nachteilen, sofern Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihrer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen können.

Im Bereich der Altersvorsorge ist mittlerweile bekannt, dass der gesetzliche Rentenversicherungsträger/ der Bund keinen „Vollkaskoschutz“ anbietet. So muss der Versicherte selbst für die große Deckungslücke vorsorgen. Dies gilt jedoch nicht nur für Ansprüche bei Altersrente, sondern noch viel mehr für die Ansprüche im Falle einer Erwerbsunfähigkeit. Hier kann der Versicherte mit rund 32 % seines monatlichen Bruttoeinkommens als monatliche Rente im Falle einer Erwerbsunfähigkeit rechnen (Beamte können Summen rund um 40 % erwarten). Von dieser Rente ist dann noch die Krankenversicherung (im Schnitt 200, – € im Monat) und ggf. Steuern zu bezahlen. Die sich daraus ergebende Deckungslücke übersteigt nahezu immer 1.000, – € monatlich. Diese Lücke gilt es abzusichern. Nicht nur Arbeitnehmer und GmbH-Geschäftsführer sind davon betroffen – für Studenten, Auszubildende und Selbstständige ist dies ebenfalls eine Pflichtversicherung, da Sie i.d.R. keine Ansprüche auf eine Rente bei Erwerbsunfähigkeit haben. Für sie gilt es sich deutlich höher abzusichern.

Bereits heute ist durchschnittlich jeder vierte Mensch während seiner Erwerbszeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dazu in der Lage, seinen Beruf auszuüben. Die Tendenz der Erwerbsunfähigkeitsfälle steigt weiter an, da psychische Erkrankungen zunehmend die physischen Beschwerden übersteigen. 

Entgegen veralteter Annahmen, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung keineswegs teuer. Oftmals lohnt sich der Einstieg besonders im jungen Alter, jedoch können auch ältere Interessierte durch die Vielzahl an Anbietern bei uns einen Berufsunfähigkeitsschutz zu guten Konditionen erhalten.

Gute Beratung ist unumgänglich: Neben der Auswahl diverser Bausteine und zahlreicher Versicherer gilt es einen Überblick über die wichtigsten Klauseln zu haben (abstrakter Verweisungsverzicht, Verzicht auf Arztanordnungsklausel usw.). Erschwerend kommen die Gesundheitsfragen hinzu. Diese empfehlen wir mithilfe der Patientenakte des Hausarztes zu beantworten und in Form einer Risikovoranfrage den ausgewählten Versicherer zu einer Beurteilung zu bringen bevor der Antrag eingereicht wird. Gerne unterstützen wir Sie hierbei.

Wie teuer ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die nachfolgend genannten Prämien sind taggenaue Erfassungen und haben daher keine Verbindlichkeit. Wir wählten vorab nur Versicherer mit sehr guten Bedingungswerk und positiven Leistungserfahrungen.

Beruf Alter Nettoeinkommen versicherte Rente monatl. Versicherungsbeitrag
Kauffrau/ Kaufmann
23
1.650 € / Monat
1.200 € / Monat
ab 34,99 €

Maler/ -in

23
1.650 € / Monat
1.200 € / Monat
ab 74,85 €
KFZ-Mechatroniker/ -in
50
2.000 € / Monat
1.400 € / Monat
ab 79,99 €
Student/ -in BWL
24
1.500 € / Monat
ab 19,99 €
GmbH-Geschäftsführer
40
2.500 € / Monat
ab 79,89 €
Selbstständiger, überwiegend kaufmännisch tätig
35
3.500 € / Monat
ab 118,39 €
Selbstständiger, überwiegend körperlich tätig
38
3.500 € / Monat
ab 146,77 €

Warum ist die Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig?


Trotz Digitalisierung und vielfacher Arbeitserleichterungen durch technologischen und biologischen Fortschritt wird bereits heute jeder Vierte im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig (vgl. https://www.gdv.de/de/themen/news/trotz-digitaler-arbeitswelt–jeder-vierte-wird-berufsunfaehig-42962). Die Betroffenen können nicht bis zu ihrem Rentenalter arbeiten, weil Körper oder Psyche nicht mehr mitmachen. Dies betrifft nicht nur alleine die handwerklichen Berufe, sondern zunehmend auch die kaufmännischen Berufe, da psychische Erkrankungen zunehmen (vgl. https://www.versicherungsbote.de/id/4892068/Berufsunfahigkeit-Das-sind-die-Hauptursachen-fur-Leistungsfalle/). In jedem Beruf ist es möglich, berufsunfähig zu werden („Mich trifft es schon nicht“).

Betroffene sind in ihrer Existenz bedroht: Sie können ihren Lebensstandard nicht halten, ihr Haus nicht abbezahlen, nicht mehr genügend für das Alter vorsorgen und die Ausbildung der Kinder nicht weiter finanzieren. 

Die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente deckt nur einen geringen Teil des bisherigen Nettoeinkommens ab. Studenten, Auszubildende und Selbstständige haben zudem nahezu keinen Anspruch auf die Zahlung einer Erwerbsunfähigkeitsrente durch den gesetzlichen Rentenversicherungsträger und sind dadurch noch mehr gefährdet.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt im Falle der Berufsunfähigkeit eine monatlich vereinbarte Rente bis zum vereinbarten Rentenalter und deckt somit die Lücke zwischen vorherigen Arbeitseinkommen und den Ansprüchen im Falle der Erwerbsunfähigkeit.

Sie ist daher für jeden Arbeitnehmer, Auszubildenden, Beamten, Studenten und Selbstständigen eine Pflichtversicherung. 

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